DGhK Rheinland-Pfalz/Saarland
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zuletzt aktualisiert : 2009-06-19 23:35:22 (13542 gelesen)
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INTELLEKTUELL HOCHBEGABTE KINDER

entwickeln sich auf vielen Gebieten schneller als ihre Alters-genossen. Insbesondere ist ihr logisch-abstraktes Denkvermögen sehr weit entwickelt, sie verarbeiten Informationen sehr schnell und zeichnen sich durch komplexes und divergentes Denken aus. Häufig verfügen sie über einen auffallend großen Wortschatz.

Gut zwei Prozent der Kinder sind, unabhängig von ihrer Herkunft, hoch begabt.

Wird Begabung gefördert und kann sie angewandt werden, so ist sie ein Geschenk für das Kind, seine Familie und die Gesellschaft.

Wird Begabung hingegen nicht erkannt und gefördert und kann sich daher nicht entfalten, so führt dies häufig zu leidvollen Erfahrungen des Kindes und seiner Familie, und stellt für die Gesellschaft zumindest einen Verlust an geistigen Ressourcen dar, kann aber auch zu einem erheblichen Kostenfaktor werden, wenn jahrelange Selbstverleugnung das psychische Gleichgewicht des Kindes und die Familiensituation über das erträgliche Maß hinaus belasten.

Hochbegabte Kinder brauchen, genauso wie jedes andere Kind, für eine harmonische Entwicklung ihrer Persönlichkeit Anerkennung ihrer Bedürfnisse und Interessen, geistige Herausforderung auf ihrem Niveau und Kontakte zu gleichartigen Kindern.

DAS KIND BRAUCHT VERSTÄNDNIS UND HILFE

IM KINDERGARTEN
  • wenn die Spiele und Lernmaterialien nicht seinen Bedürfnissen und Interessen entsprechen
  • wenn es keine Kinder findet, die seine Spiele teilen,
  • wenn seine Beiträge zur Gruppe auf Unverständnis oder gar Ablehnung stoßen
  • wenn die Erzieherin Schwierigkeiten hat, das Kind, so wie es ist, mit seinen Interessen und Fragen anzunehmen.
IN DER SCHULE
  • wenn es den Lehrstoff schon längst beherrscht und sich langweilt,
  • wenn vorgegebene Stoffbegrenzungen angesichts seiner komplexen Denkweise unsinnig werden,
  • wenn es das Interesse am Unterricht verliert und sich Tag-träumen hingibt oder stört,
  • wenn es sein Wissen nicht einbringen kann, und Lehrer mit seinen Antworten und Lösungen nichts anfangen können,
  • wenn es sich unverstanden fühlt und dazu Angst auftritt, als Streber verstärkt in eine Außenseiterposition zu kommen.
  • wenn es trotz nachweislich hoher Intelligenz "unerklärlich" schwache Leistungen bringt.
IN SEINEM SOZIALEN UMFELD
  • wenn es die Interessen der Nachbarskinder und Klassen-kameraden nicht teilt,
  • wenn es aus einer Außenseiterposition heraus überempfindlich reagiert,
  • wenn es selbst, die Familie oder die Schule zu hohe Ansprüche an es stellen,
  • wenn Hände und Körper nicht umsetzen können, was der anspruchsvolle Verstand entwickelt,
  • wenn die Umwelt schwer akzeptieren kann, dass ein so erwachsen wirkendes Kind, gefühlsmäßig auf der Stufe Gleichaltriger verbleibt und entsprechend reagiert.
ELTERN SUCHEN HILFE
  • wenn sie in ihrem sozialen Umfeld häufig auf Unverständnis stoßen und man ihnen vorwirft, für die abweichende Entwicklung ihres Kindes verantwortlich zu sein.
  • wenn nicht bekannt ist, wie anstrengend ein sehr lebhaftes, aufgewecktes Kind mit oft geringem Schlafbedürfnis ist, das ständig auf Erkundung aus ist und nach geistiger Nahrung sucht,
  • wenn Freunde und Verwandte ihr eigenes Kind durch das hochbegabte in Frage gestellt sehen und deshalb ablehnend auf die Familie und ihr Kind reagieren.

Hoch begabte Kinder haben nicht zwangsläufig besonders gebildete, erfolgreiche oder hoch begabte Eltern.

Eltern können Hochbegabung nicht anerziehen, sie können aber aus Unkenntnis mit dazu beitragen, dass sie unterdrückt wird, was nicht zuletzt für die seelische Entwicklung des Kindes schlimme Folgen hätte.

Ein hoch begabtes Kind braucht, wie alle anderen Kinder, nicht nur Liebe, sondern Menschen, die es so annehmen wie es ist und sich bemühen, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

WIR HELFEN ELTERN UND KINDERN

Die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR DAS HOCHBEGABTE KIND e.V. (DGhK) ist eine Eltern-Selbsthilfegruppe. Unterstützt werden wir von Pädagogen, Psychologen, Ärzten aber auch privaten Zusammenschlüssen (Clubs) oder Personen. Wir sind mit zur Zeit 17 Regionalvereinen und einer noch größeren Zahl lokaler Elterngruppen im gesamten Bundesgebiet vertreten.

Unsere Zeitschrift LABYRINTH erscheint vierteljährlich und berichtet jeweils zu einem Themenschwerpunkt über Neues aus der Hochbegabtenforschung, die Situation Hochbegabter im In- und Ausland, Forschungsprojekte, aber gibt auch Informationen über bundesweite Freizeitaktivitäten für Hochbegabte, über Veranstaltungen in anderen Bundesländern sowie Buchbesprechungen und eine Kinderseite.

DIE DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR DAS HOCHBEGABTE KIND

wurde 1978 gegründet und berät Mitglieder und Hilfesuchende ehrenamtlich in folgenden Fragen:

  • Wie erkenne ich überdurchschnittliche Begabung?
  • Soll ich die Begabung testen lassen? Wie und durch wen? Was bedeutet das Testergebnis?
  • Wie gehe ich mit einer Hochbegabung um?
  • Wann sollte mein Kind eingeschult werden?
  • Wann und wie sollte ich eine Vorversetzung beantragen?
  • Welche außerschulischen Fördermaßnahmen gibt es?
  • Wie kann ich mein Kind fördern?
  • Wer hilft meinem Kind, wenn es Probleme in der Schule oder mit anderen Kindern hat?
  • Wie kann ich meinem Kind helfen, Freunde zu finden und sich in einer Gruppe angenommen und verstanden zu fühlen?

Die DGhK arbeitet dabei auch mit anderen pädagogischen und psychologischen Institutionen zusammen.

DGhK-Eltern organisieren folgende Aktivitäten:

  • Kurse für Kinder zu vielen Themen, auch mit dem Ziel des gegenseitigen Kennenlernens
  • Elterngesprächskreise, Elternstammtische (lokal) und Referentenabende
  • Camps und Exkursionen für Kinder und Familien
  • Kontakte zu Lehrern, Erziehern, Kultusministerien, Hochschullehrern und Psychologen
  • Pflege von Kontakten zu anderen deutschen, ausländischen oder internationalen Organisationen mit ähnlichem Ziel
  • Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der:

BUNDESGESCHÄFTSSTELLE der DGhK e.V.,
Schillerstr. 4-5, 10625 Berlin, Tel: 030 / 34 35 68 29,
Fax: 030 / 34 35 69 25
E-Mail: dghk@dghk.de

Erstberatung: Dorothea Karcher: 0700/23422864

REGIONALVEREIN Rheinland-Pfalz/Saarland

1. Vorsitzende: Regina Grützmacher ,
Hinter der Hecke 4; 55268 Nieder-Olm
Tel.: 0 61 36/ 4 62 94, E-mail: regina.gruetzmacherATdghk-rps.de

2. Vorsitzende: Brigitte Müller ,
Marxheimer Straße 15; 65439 Flörsheim
Tel.: 0 61 45 / 3 36 16, E-mail: brigitte.muellerATdghk-rps.de

Regionale Gruppen:

Saarbrücken
Margit Jung u. Gerhard Albrecht-Jung
E-mail:albrecht-jungATsaarland-online.de


Tel: (0 68 06) 79 72 3

Homburg
Dana Hoffmann


Tel: (0 68 41) 75 91 54

Landau
Geesche Reinartz
E-mail: reinartzATdghk.de


Tel: (0 63 46) 92 92 52

Ludwigshafen
Uschi Schwind
E-mail: uschi.schwindATdghk-rps.de


Tel: (0 63 44) 92 93 60

Mainz
Sári Brüssel
Paulien Roeloffzen-Fischer


Tel: (0 61 31) 22 34 56
Tel: (0 61 31) 57 26 99

Kaiserslautern
Martina Stähler


Tel: (0 63 01) 10 83

Rheinhessen
Regina Grützmacher
Brigitte Müller


Tel: (0 61 36) 4 62 94
Tel: (0 61 45) 3 36 16

Bitburg
Eberhard Kirchhoff


Tel: (0 65 27) 93 34 35

LITERATURHINWEISE:

DGhK e.V.: Im Labyrinth: Hochbegabte Kinder in Schule und Gesellschaft, 2000

  • Begabte Kinder finden und fördern,1999
  • Schlichte-Hiersemenzel: Zu Entwicklungsschwierig-keiten hoch begabter Kinder und Jugendlicher in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, 2001

Kostenlos erhältlich: Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Öffentlichkeitsarbeit,
Postfach300235, 53182 Bonn,
Tel.: 01805-262302, Fax: 01805-262303;
E-Mail: books@bmbf.bund.de, Internet: http://www.bmbf.de

  • Monika Jost: Hochbegabte erkennen und begleiten, Universum Verlagsanstalt , 2004
  • Webb, J.T., Meckstroth, E.A., Tolan, S.S.: Hochbegabte Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer,1985
  • Bettina Mähler/Gerlinde Hofmann: Ist mein Kind hochbegabt?, 1998
  • Michael Hollenbach: Die unbeachteten Genies - Das Schicksal hochbegabter Kinder, 1998
  • Barbara Feger, Tania Prado: Hochbegabung - die normalste Sache der Welt, 1998
  • Bildung und Begabung e.V.: Begabung und Leistung in der Schule - Modelle in der Begabtenförderung in Theorie und Praxis, 2. Auflage 2000
  • Hoch begabte Mädchen und Frauen (Tagungsbericht) Zu Bestellen gegen eine Schutzgebühr von 2.80 � bei: Bildung und Begabung e.V. ; Postfach 20 02 01; 53132 Bonn

Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich für eine Familie, alle Kinder (auch nicht getestete und nicht hochbegabte Geschwister) eingeschlossen, 75 Euro. Die DGhK ist als gemeinnützig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

(Stand: 3/06)

Hochbegabte

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DGhK - Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.

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